März 2017

Eindrücke eines Besuches an der Vivekananda-Schule in Jogiwala

Reise nach Jogiwala März 2017

Seit dem Jahr 2014 reisen wir, Aruna Sharma und Rahul Sharma, einmal jährlich nach Indien, um an den Sitzungen der indischen Trägergremien der Vivekananda-Schule in Jogiwala/Dehra Dun teilzunehmen. In diesem Jahr fiel unsere Reise aufgrund vielfältiger beruflicher Termine etwas kürzer als bislang aus und fand während des Holifestes statt.

Unsere Haupttätigkeit bestand in der Teilnahme an den Jahressitzungen der Vivekananda-Schule, der Indian School Society und der mit ihr zusammenhängenden organisatorischen Einheiten, durch die alle drei Schulen in Jogiwala, Nawada und Bhur getragen werden. Neben der Diskussion der zahlreichen Aktivitäten der Schule galt es viele organisatorische Fragen hinsichtlich neuen Finanzbedarfs und der generellen Weiterentwicklung der Schulen zu diskutieren.

Das Gelände der Vivekananda-Schule erscheint unter anderem durch die sorgfältige Bepflanzung und den alten Baumbestand nach wie vor wie eine Oase inmitten des immer hektischeren Verkehrs der Verbindungsstraße nach Haridwar. Durch die Überschneidung mit der Prüfungsphase zum Schuljahresende gab es wenig Möglichkeiten zur Interaktion mit den Schülern. Wir besichtigten jedoch die Naturwissenschafts- und Kunstklassenräume und konnten uns dabei von den vielfältigen Projekten einen Eindruck verschaffen. Hinsichtlich der Entwicklung des Unterrichts ist positiv hervorzuheben, dass es im vergangenen  Jahr keine Lehrerfluktuation mehr gab und die Schüler immer bessere Prüfungsergebnisse vorweisen können. Sowohl der Schulleiter, Herr A.K. Singh, als auch die Lehrer, mit denen wir uns unterhielten, machten auf uns einen engagierten Eindruck. Wir besichtigten auch den neuen Veranstaltungsort auf dem Dach des Schul-Hauptgebäudes, der zum großen Teil von der Sir Dietrich Brandis Stiftung finanziert wurde. Hiermit steht der Schule zum ersten Mal ein überdachter Versammlungsort zur Verfügung, wodurch Mietkosten für Zelte gespart und der Reparaturaufwand des Daches der Schule verringert wird.

Es ist allgemein ermutigend zu sehen, dass eine ganze Reihe von langjährigen Unterstützern der Schule, allen voran Herr Satya Pal Sharma, der Generalsekretär der Indian School Society, die Entwicklung der Schule weiterhin begleiten und auf vielfältige Weise unterstützen.

Besonders gefallen hat uns die Begegnung mit den Internatskindern, die zum Teil aus ärmsten Verhältnissen stammen. Dass ihnen nun durch Stipendien der Besuch der Vivekananda-Schule, und damit eine gute Schulbildung und eine sichere Lernumgebung zugänglich gemacht werden, ist für die Zukunft dieser Kinder von großem Wert. So hoben die Kinder denn auch auf Nachfrage, was Ihnen an der Vivekananda-Schule am besten gefalle, besonders das positive Umfeld der Schule und die Unterstützung durch die Lehrer hervor. Für einen Schüler, der im letzten Jahr seinen Vater verloren hat und dessen Familie das Internat nicht mehr bezahlen konnte, hat sich nun auch ein indischer Spender gefunden, den das langjährige Vereinsmitglied, Frau Gauri Majumdar gewinnen konnte.

Unser diesjähriger Besuch hat uns damit erneut vor Augen geführt, dass die Prinzipien, nach denen die Schule vor genau 40 Jahren gegründet wurde, auch weiterhin prägend sind.

April 2017

Dr. Aruna Sharma, Rahul Sharma

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